| Der Vorsitzende des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Hans Bonkas, mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 10c.
Hans Bonkas am Gymnasium in Nidda
In der vergangenen Woche weilte der Vorsitzende des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten, Hans Bonkas, am Gymnasium in Nidda, um Schülerinnen und Schülern aus seinem Leben in zwei Diktaturen zu berichten. Bonkas, Jahrgang 1921, war Kriegsteilnehmer im Zweiten Weltkrieg, bis er in Nordafrika schwer verwundet wurde. Nach 1945 kehrte er aus der Kriegsgefangenschaft in seine Heimatstadt Halle zurück und setzte sich für den Aufbau demokratischer Verhältnisse ein. Somit wehrte er sich auch gegen die Zwangsvereinigung von SPD und KPD. Für diese „subversiven“ Tätigkeiten wurde er von den damaligen Machthabern zunächst zum Tode verurteilt, dann zu 25 Jahren Zwangsarbeit „begnadigt“, wovon er sieben Jahre im berüchtigten Gefängnis in Bautzen einsaß. Danach kam er in die Bundesrepublik. Er verschrieb sich als Mitglied des Reichsbanners der Aufgabe, jungen Menschen über das Leid zu berichten, das Diktaturen mit sich bringen. Mit seinem kompromisslosen Eintreten für die Demokratie beeindruckte er Geschichtskurse der Jahrgangsstufe 13 und der Klassen 10.
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