UNTERRICHT
Gesellschaftswissenschaften
Unsere Fächer im Bereich
der Gesellschaftswissenschaft
In den gesellschaftswissenschaftlichen
Aufgabenbereich fallen alle Fächer, die nicht nur
Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln, sondern auch die
Handlungsbereitschaft fördern sollen, die für
politisch-gesellschaftliches Handeln und Verhalten prägend
sind. Dies sind zunächst die Fächer Politik
& Wirtschaft, Geschichte und Erdkunde, dazu kommt
evangelische und katholische Religionslehre, sowie in
Ergänzung Ethik (für diejenigen Schülerinnen
und Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen
oder einer anderen Religionsgemeinschaft angehören).
Der Unterricht in Politik &
Wirtschaft beginnt in der Klasse 7 und wird bis zur Jahrgangsstufe
13 unterrichtet. Dem Fach zugeordnet ist ein jeweils 2-wöchiges
Betriebspraktikum, das in der 9. und in der 12. Jahrgangsstufe
angesiedelt ist. Es ist verbunden mit einem umfassenden
eigenständigen Konzept zur Berufs- und Studienwahlvorbereitung.
Erdkunde wird bei uns von 5 - 9 unterrichtet. Für
Jahrgangsstufe 11 bis 13 fehlen leider die personellen
und räumlichen Voraussetzungen. Geschichte erscheint
durchgängig von der Jg.-St. 6 bis zur 13. Seit dem
Schuljahr 2005/06 wird es auch erstmals als Schwerpunktfach
in der 11 angeboten und soll dann weiterhin das Fach Politik
& Wirtschaft im Leistungskursangebot des Gesellschaftswissenschaftlichen
Aufgabenfeldes ergänzen, das bereits seit Beginn
der NGO (damals Gemeinschaftskunde) auch im LK-Bereich
unterrichtet wird.
Die Gesellschaft, ihre Entwicklung,
die in ihr wirkenden Kräfte und Interessen, ihre
leitenden Normen und Wechselwirkungen zu untersuchen,
ist Aufgabe dieser drei Fächer des Gesellschaftswissenschaftlichen
Aufgabenfeldes. Oberstes Ziel ist hier die Gewinnung von
Urteilsfähigkeit und Handlungskompetenz, nicht zuletzt,
um die aus der Vergangenheit resultierenden Probleme in
Gegenwart und Zukunft sachgerecht behandeln zu können.
Das
Fach Politik & Wirtschaft ist das
Grundfach der politischen Bildung in der Oberstufe und
folgt damit dem Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule
in Anerkenntnis der Wertordnung des Grundgesetzes und
der Verfassung des Landes Hessen. Dabei ist von einem
weit gefassten Politikbegriff auszugehen, der die gesellschaftlichen,
politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten und Entwicklungen
erfasst, soweit sie als für das gesellschaftliche
Leben und den demokratischen Rechts- und Sozialstaat bedeutsam
angesehen werden. Den so ausgebildeten Gesellschaftsmitgliedern
wird politisch-soziale Handlungskompetenz abverlangt.
Diese politische Bildung ist
wertbezogen, indem sie die Menschenrechte in Verbindung
mit den Grundsätzen des demokratischen Rechts- und
Sozialstaats als unverzichtbare Maßstäbe begreift.
Geschichte.
Auch für dieses Fach gilt in der gymnasialen Oberstufe
ein verbindlicher Lehrplan. Grundlage ist in Abgrenzung
zum Fach Po&Wi eine von der Fachkonferenz festgelegte
Orientierung in themenbezogenen Längs- und Querschnitten,
die Kenntnisse über die Epochen der Geschichte und
Einsichten in die wesentlichen Zusammenhänge des
historischen Geschehens vermitteln soll. Sie dienen der
Analyse, der Einsicht in Ideen und bestimmende Motive
der in jeweiligen historischen Situationen handelnden
Personen und Gruppen. Die eigene Gegenwart soll aus der
Vergangenheit begriffen werden. Verschiedene Betrachtungsweisen
sind dabei möglich, sie müssen jedoch die sie
bestimmenden Wertvorstellungen und leitenden Interessen
deutlich machen. Die geschichtliche Bedingtheit des eigenen
Standpunktes soll immer deutlich werden. Der Geschichtsunterricht
ist Pflichtunterricht in der gymnasialen Oberstufe und
wird gerne als Prüfungsfach gewählt. Gleiches
gilt für evangelische und katholische Religionslehre.
Ev.Religion.
Auch dieses Fach erfreut sich großer Beliebtheit
als Prüfungsfach und setzt kontinuierliche Belegung
in der Oberstufe voraus. Seine Aufgabe ist es, biblischen
Glauben und christliche Theologie in Geschichte und Gegenwart
sachgemäß zu erschließen und ihre Bezüge
zur heutigen Lebenswirklichkeit des einzelnen wie der
Gesellschaft zu klären und zu verdeutlichen. Er führt
die Arbeit der Sekundarstufe I unter erweiterten Anforderungen
fort.
Kath.
Religion entspricht in seinen Zielsetzungen
den Beschlüssen der Synode von 1974, die drei Schulziele
setzte: kulturgeschichtlich, anthropologisch, gesellschaftlich,
aber auch zugleich pädagogisch und theologisch begründeten
Unterricht, der im Hinblick auf Religion und Glauben zu
verantwortlichem Denken und Verhalten befähigt.
Ethik.
Der Unterricht in Ethik dient der Erziehung zu ethischer
Urteilsbildung und zum ethisch reflektierten Handeln.
Er vermittelt ab Jahrgangsstufe 9 das Verständnis
für Wertvorstellungen und ethische Grundsätze
in Orientierung an das GG der Bundesrepublik Deutschland
und die Verfassung des Landes Hessen. Dazu gehören
insbesondere Menschenwürde, Freiheit, Toleranz und
Gerechtigkeit, wobei ein weltanschaulich neutraler Srtandpunkt
eingenommen werden soll als Ausdruck einer offenen Gesellschaft.
Reinhard Pfnorr
Fachbereichsleiter
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